Samstag, 29. Juni 2013

Social Media - Facebook 2

Wie kann man Facebook studieren? Welche Fragen kann man anhand des Facebook Studiums stellen? Welche Instrumente braucht man dazu?


Facebook selbst stellt Datenanalysen und Herangehensweisen zur Verfügung:
https://www.facebook.com/data

Welche Fragen werden hier gestellt und beantwortet?

Hier findet sich ein Link zu einem Artikel im MIT Technology Review: What Facebook Knows

Richard Rogers spricht im Artikel: Das Ende des Virtuellen, über "digitale Methoden", die sich dadurch auszeichnen, dass sie nicht bloß digitalisierte Methoden aus dem offline Bereich sind, wie Umfragen, Interviews oder dergleichen, sondern dass sie aus der digitalen Sphäre selbst stammen. Er rät dazu mittels solcher Methoden dem Medium zu folgen, statt es zu fixieren.

Wie könnte man nun mittels digitaler Methoden Facebook untersuchen?

Und welche anderen - nicht genuin digitalen - Methoden könnte man anwenden?

 Wir haben bereits über ein Social Media Tagebuch gesprochen.... was fällt Ihnen dazu noch ein?

Ganz interessant neben Wolfram Alphas Facebook Auswertung, ist auch das socialmedia radar Austria: http://socialmediaradar.at/

6 Kommentare:

  1. Da es sich bei Facebook letztendlich um eine gigantische Menge an Daten handelt, gibt es unzählige Möglichkeiten diese auszuwerten und darzustellen. Grundsätzlich kann man alles was auf Facebook gesammelt wird analysieren. Angefangen von personenbezogenen Daten, über Likes, Shares, Comments, Friends, ... Fragen darüber können demographischer, sozialer, gesellschaftlicher, zeitlicher, geografischer genauso wie auch politischer Natur sein. Auf Facebook.com/data werden ebensolche Fragen gestellt und besonders schön finde ich das Projekt „Stories“, das auf eine ästhetische Weise die Verteilung einer Geschichte ausgehend von einem Punkt. (https://www.facebookstories.com/stories/2200/) Um die Daten auslesen zu können werden zahlreiche Tools zur Verfügung gestellt, die diese Möglichkeit auch für „Normalnutzer“ zugänglich machen. Eine Liste davon findet man zum Beispiel unter https://www.digitalmethods.net/Dmi/ToolDatabase der Tool Datenbank von digitalmethods.net. Digitale Methoden zur Auswertung können sämtliche Data Mining Werkzeuge die mittels API auf Daten zugreifen können sein, zum Beispiel Sentimentanalyse, Visualisierungen, Netzwerkanalyse, Bildanalyse, Maschinenlernverfahren und Text- und Korpusanalyse. Da bei diesen großen Auswertungen der Daten auch Probleme auftreten können, wie zum Beispiel die Reproduzierbarkeit und die Qualität der Daten könnte man neben der automatischen Auswertung von großen Mengen an Daten auch eine individuelle und auf einen oder wenige Nutzer zugeschnittene Analyse machen. Das könnte zum Beispiel in Form eines „Social Media Reports“ ähnlich des „Annual Reports“ von Nicolas Feltron (http://feltron.com/) gemacht werden. Diese Analyse würde zwar keine generellen Rückschlüsse zulassen, aber für den einzelnen Benutzer hätte sie vielleicht mehr Aussagekraft über das persönliche Verhalten.

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  2. Facebook kann mit Hilfe verschiedener Analytic-Tools genauer betrachtet werden. Diese dienen die durch ein Userprofil gesammelten Daten so auszuwerten, um erkennen zu können, welche vernetzten Schlüsse auch Facebook hinsichtlich der Vermarktung unserer Daten treffen könnte. Mögliche verwendbare Analytic-Tools sind beispielsweise "Facebook Data Science, bzw Wolfram Alpha". Hierbei werden die im Profil vorherrschenden Daten analysiert um zb. aus der Kombination von Attributen gewisse Dinge heraus filtern zu können. Solche Analysetools wissen über Anzahl der Freunde in einer gewissen Konstellation und deren sozio-demographischen Merkmale ebenso Bescheid wie über quantitative Merkmale ihrer Profilnutzung. Aber nicht nur das quantitative Verhalten innerhalb der Community kann geprüft werden, die Analysetools versuchen gewisse Korrelationen zwischen den zu analysierenden Attributen (zb. Alter, Geschlecht, Herkunft, Beziehungsstatus) herzustellen. Zudem ermitteln die Analyseelemente verschiedene Verknüpfungen zwischen den Usern untereinander, um aufzeigen zu können in wie fern welcher User über wen, wiederum zu welchem anderen User in einer Verbindung steht und wer der Gatekeeper für die jeweilige Beziehung war.
    Diese Analysetools sind digitale Methoden die es jedem einzelnen User ermöglichen sein Profil zu analysieren. Dies kann zum einen ganz interessant sein und zum anderen wird vermutlich verschiedenen Users erst in diesem Moment bewusst wie viel Facebook denn tatsächlich zu wissen vermag.
    Abgesehen von den Standartanwendungen welche jeder User bedienen kann, gibt es verschiedene Zusatzanalyseinstrumente wobei über die API auf die jeweiligen Daten zugegriffen wird. Das ist zb der Fall bei der Visualisierung von Netzwerkanalysen oder der Semantikanalyse. Auch wenn die Analysetools noch nicht weit genug sind selbstständig zu denken und bilang nur auf Grund von zusammenhängenden mathematischen Attributen agieren, so wird die anstehende Zukunft des Webs, wohl noch klügere und ausgefeilter soziale Netzwerke bereitstellen. Diese werden zu Gunsten des Users aber auch zu Gunsten des Betreibers (Werbewert) immer mehr über den User lernen (wobei der User freiwillig seine Daten bekannt gibt) bis das System lernt (auf Grund von gesammelten Informationen) wie der User selbst zusammenhängend zu denken. Doch der Vorteil birgt zugleich die Gefahr des gläsernen Menschen.
    Social Media Tagebuch: Im Grunde ist dies über einen Blog bzw über ein Facebook Profil ebenso zu bewerkstelligen. Die Frage ist natürlich immer " wer soll über welchen Zeitraum über welche Informationen versorgt werden".

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  3. Zum Thema Datenanalyse bei Facebook fällt mir als erstes das im Blog bereits erwähnte Auswertungstool der Wolfram Alpha Suchmaschine ein, welches ich in einem anderen Kurs meines Masterstudiums Webwissenschaften kennengelernt habe. Sehr überraschend finde ich daran, die aufgezeigten visualisierten Vernetzungen der eigenen Person und auch die genauen Aufzeichnungen über die eigenen Aktivitäten, sprich, zu welcher Zeit hat man welche Posts verfasst oder wieviele Fotos hat man wann in Facebook veröffentlicht. Oder die genauen Aufzeichnungen, zu welchen Zeiten man mit welchen Devices online ist. Eine Fülle von aussagekräftigen Informationen, die man preisgibt, ohne daran zu denken. Und das sind nur kleine Beispiele für die Auswertung von den vorhandenen Daten. Unmengen an existierenden Daten bedeutet natürlich, dass es auch Unmengen von Möglichkeiten Auswertungen zu erstellen gibt. Weitere Beispiele dazu findet man auf www.facebook.com/data. Die Problematik dabei ist es an die weltgrößte Social Data Datenbank ranzukommen. Es gibt aber einige API-Schnittstellen dafür, beispielsweise unter https://wiki.digitalmethods.net/Dmi/ToolDatabase?cat=DeviceCentric&subcat=Facebook.

    “The biggest challenges Facebook has to solve are the same challenges that social science has.” (Quelle: http://www.technologyreview.com/featuredstory/428150/what-facebook-knows/, 31.07.2013) Diese Überlegung habe ich mir so noch nie gestellt, aber sie erscheint mir logisch. Facebook verfügt über Unmengen an Daten, aber diese richtig zu deuten, auszuwerten, zu verwenden und vor allem Herauszufinden wie bestimmten Phänomäne entstehen ist wohl die große Herausforderung.

    Eine Digitale Methode um Facebook zu untersuchen stellt die sog. Feature Analyse dar. Dabei werden Seiten anhand der bestehenden Möglichkeiten für Nutzer verglichen. Es wird versucht herauszufinden, mit welche Kombination an Angeboten mehr Nutzer oder Kommunikation dieser geniert werden kann.

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  4. Facebook ist ein Paradies für all jene die auf der Suche nach Daten sind, das heißt es gibt wirklich viel Datenmaterial, dass ausgewertet werden kann. Denkt man daran, was über einen selbst schon auf Facebook zu finden ist. Man muss ja selber nicht mal auf Facebook sein, kann man dennoch präsent in diesem sozialen Netzwerk sein, sei es durch Kommentare, Bilder oder auch durch die Verwendung von bestimmten Applikationen.
    Da es genügend Daten zum auswerten gibt, gibt es auch unzählige Analsyse & Auswertungstools. Auf https://www.facebook.com/data werden die unterschiedlichsten Fragen ausgewertet. Diese Fragen betreffen zum Beispiel demographische Angaben, Interessen, Beruf & Karriere, usw.
    Spannend fand ich auch die Analyse von Wolfram Alpha, die ich selber bereits getestet habe. Durch diese Auswertung wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, was wirklich über einen selbst auf Facebook zu finden ist.
    Derzeit sind ca. 900 Millionen Menschen auf Facebook, das heißt eine einzige Plattform verfügt über Daten von dieser Anzahl an Menschen. Dies ist eine enorme Zahl an Informationen, die natürlich an unzählige Firmen weiterverkauft werden können.

    Eine Liste an Datenanalyse Tools findet man beispielsweise auf der Seite der digital methods initiativ (https://www.digitalmethods.net/Dmi/ToolDatabase), wie auch Kathi in ihrem Kommentar bereits erwähnt hat und einige dieser Methoden haben wir zudem bereits in der LVA betrachtet bzw. kurz besprochen. Diese Tools sind nicht nur für Facebook nützlich sondern natürlich auch für andere Seiten, wie etwa Amazon, Twitter, Google, usw. Im Web lassen sich noch viele weitere interessante Tools zur Auswertung von Facebook-Daten finden, nicht alle sind jedoch kostenlos verfügbar. Ein Beispiel wäre die Auswertung der Facebook-Fan-Page mit einem Tool von Simply Measured: (http://simplymeasured.com/freebies/facebook-insights)

    Eine nicht digitale Methode, um Facebook zu analysieren, wäre sicherlich die altbekannte Beobachtung. Beobachtet man das Verhalten eines Users für längere Zeit erhält man ebenso nützliche Informationen.

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  5. Ich habe soeben noch ein interessantes Tool für den Export von einigen persönlichen Daten auf Facebook gefunden: http://givememydata.com/

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    1. Interessantes Tool, vor allem weil man auswählen kann, welche Daten ausgewertet werden sollen (Likes, Events, Comments, usw.) Dadurch lassen sich viele individuelle Informationen herausfiltern.

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