Sonntag, 30. Juni 2013

Creative Commons

Commons, das ist das Allgemeingut, das öffentliche Gut. Dieser Begriff wird auch als Name einer bestimmten Lizenzform zur Weitergabe und Verwertung digitaler Inhalte, wie Software oder Content verwendet.

So gibt es beispielsweise die Organisation "creative commons", die solch vorgefertigte Lizenzverträge für kreative Inhalte anbietet.

In folgendem Video stellt die Organisation ihre Werte vor, ihre Idee einer "culture of sharing":

http://creativecommons.org/videos/a-shared-culture
A Shared Culture by Jesse Dylan is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike (CC BY-NC-SA) license. 
Weitere Videos finden sich hier: https://creativecommons.org/videos/wanna-work-together

"Creative Commons (CC) ist eine Non-Profit-Organisation, die in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet. Ganz konkret bietet CC sechs verschiedene Standard-Lizenzverträge an, die bei der Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können, um die rechtlichen Bedingungen festzulegen. CC ist dabei selber weder als Verwerter noch als Verleger von Inhalten tätig und ist auch nicht Vertragspartner von Urhebern und Rechteinhabern, die ihre Inhalte unter CC-Lizenzverträgen verbreiten wollen. Die CC-Lizenzverträge werden also von den Urhebern übernommen und in eigener Verantwortung verwendet, um klarzustellen, was mit den Inhalten ihrer Webseiten geschehen darf und was nicht. CC-Lizenzen richten sich als so genannte “Jedermannlizenzen” an alle Betrachter dieser Inhalte gleichermaßen und geben zusätzliche Freiheiten.  Das bedeutet, dass jeder mit einem CC-lizenzierten Inhalt mehr machen darf als das Urheberrechtsgesetz ohnehin schon erlaubt. Welche Freiheiten genau zusätzlich geboten werden, hängt davon ab, welcher der sechs CC-Lizenzverträge jeweils zum Einsatz kommt." 
http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/

Die Lizenzverträge sind modular aufgebaut, es gibt bei cc 6 Möglichkeiten diese Module zu verbinden:

Folgende Infografik kann die Entscheidungen für die passende cc Lizenz vielleicht besser erklären:



Infografik: "Creative Commons - Was ist und bedeutet das?" (von Martin Mißfeldt / Bildersuche.org). Diese Infografik darf gerne geteilt / verbloggt werden (CC-BY-SA)

In dem Video von cc aus dem Jahre 2008 wird immer wieder eine Kultur des Teilens angesprochen, die wir durch die immer restriktiver werdenden Rechteverwaltungen verlieren. Auch wird immer wieder der "community" Begriff angewendet. Hierbei geht es also nicht um "networked individuals" (siehe Blogeinträge zu Social Media/Community), sondern im Gegenteil darum, dass einerseits Content und Community sich gegenseitig bedingen, und andererseits, dass eine Gemeinschaft, die eine andere Idee von "intellectual property" vertritt, auch gemeinsam eine solche zum Leben erwecken kann.....



Haben Sie diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt, über die Verwertungsrechte Ihrer eigenen kreativen Erzeugnisse nachgedacht? 
Welche Praktiken der Urheberrechts- oder Verwertungsrechte Verwaltung sind Ihnen im Kontext digitaler Inhalte bekannt? Haben Sie selbst schon Lizenzen auf eigene Werke vergeben, oder mit lizensierten Werken gearbeitet?

5 Kommentare:

  1. Im Rahmen des interdisziplinären Projektes für mein Studium Webwissenschaften haben wir uns mit Lizenzierung von Software beziehungsweise mit geposteten Inhalten auf Plattformen beschäftigt und uns somit natürlich auch über Creative Commons informiert. Im Zuge dieses Projektes war es aber lediglich Recherche und ich habe diese Lizenz noch nie auf meine eigenen kreativen Arbeiten angewandt. Ich würde mich aber für eine CC Lizenz entscheiden, da ich es sehr positiv finde wenn man als Urheber etwas frei zur Verfügung stellen möchte, aber dennoch Wahlmöglichkeiten für bestimmte Optionen hat. Ich würde zum Beispiel nicht wollen, dass meine Inhalte kommerziell weiterverwendet werden können. Persönlich habe ich schon mit Projekten die unter der CC0 Lizenz standen gearbeitet. Bei meiner bisherigen Arbeit habe ich mich vorwiegend mit Lizenzen im Softwarebereich informiert und da speziell über die BSD und GPL Lizenz.

    AntwortenLöschen
  2. Im Zuge der Lehrveranstaltung "Wirtschaft im Web" (Grundsemester des Masterstudiums) wurden die einzelnen verfügbaren Lizenzrechte grob durchbesprochen. Daher waren mir bislang folgende Elemente bekannt: Copy-Left, freie CC Lizenzen.
    So wurden beispielsweise hinsichtlich des Softwaremarkts sogenannte GPL Lizenzen angesprochen.

    Neu ist mir jedoch, dass sich die jeweiligen Lizenzen aus den drei Teilen "Namensnennung, Bearbeitung und Kommerzialisierung" zusammensetzen und aus Zusammensetzung deren Symbole kommuniziert werden. Hierbei handelt es sich um einen einfachen verständlichen Ausdruck von Information zu Gunsten des Rezipienten, da es die Symbole ein einfaches Rezipieren ihrer Bedeutung ermöglichen.
    Auch wenn ich persönlich noch keine Lizenzen auf Werke vergeben habe, so ist es dennoch sehr wesentlich sich bereits im Vorhinein über solche Dinge Gedanken zu machen um vorsorgend Entscheidungen treffen zu können. Zudem erfordert das neue web-lastige Zeitalter eine Überarbeitung der Urheberrechtgesetze wie es beispielsweise von mancher politischer Seite gefordert wurde. Da solche Adaptionen am Urheberrecht jedoch nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer mit sich bringt gibt es immer Lobbyisten und Gegner dieser, welche eine Wandlung verhindern wollen. Daher ist es gut zumindest zwischen verschiedenen Arten von Lizenzvergabe unterscheiden zu können. Bis zu einer erweiterten Regelung der teilweise umstrittenen Lizenzregeln wird es wohl zu einer steigenden Anzahl von Lizenzrechteklagen kommen, da sich eine Partei von einer anderen in derem Urheberrecht verletzt fühlt.

    AntwortenLöschen
  3. Wie auch Christian, kenne auch ich die einzelnen Lizenrechte aus der Lehrveranstaltung „Wirtschaft im Web“ (1.Semester) (sowie teilweise auch aus meinem Bachelorstudiengang). In dieser Lehrveranstaltung wurde aber nur erwähnt welche es gibt, diese aber nicht im Detail besprochen.

    Beispielsweise wusste ich ebenfalls nicht, dass durch die Zusammensetzung der Symbole verschiedene Möglichkeiten entstehen.

    Ich selbst habe auch schon über die Verwertungsrechte von meinen eigenen Erzeugnissen nachgedacht, diese jedoch noch nicht eingesetzt. Bezüglich digitaler Inhalte, habe ich schon mit lizenzierten Werken gearbeitet, zum Beispiel mit Bildern, die ich auf Webseiten eingebaut habe. Besonders ist mir in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass vielen Leuten nicht bewusst ist, dass Bilder nicht einfach von der Google-Bilder-Suche herauskopiert werden dürfen. Wenn ich als beispielsweise für jemanden eine Webseite mache, ist oftmals Aufklärungsbedarf notwendig.

    Hilfreich finde ich auch die beigefügt Infografik, die ich in Zukunft sicher verwenden werde, falls ich eine solche Entscheidung treffen muss.

    AntwortenLöschen
  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  5. Beruflich und auch schon zuvor im Bachelorstudium bin ich bereits mit den Creative Commons in Kontakt gekommen. Da ich gerne Animationen im 2D Bereich mache bzw beruflich im Multimediadesign tätig bin, bin ich oft darauf angewiesen irgendwoher bestehende Grafiken zu verwenden, da dies oft mit einer Zeit- und somit Geldersparnis einhergeht. Auf Seiten wie Vecteezy.com oder Iconfinder.com kann man gratis Vektorgrafiken downloaden und diese entsprechend der jeweilig festgelegten Rechtemodule der Creative Commons Lizenzen verwenden. Presets für After Effects mit CC Lizenzierungen findet man beispielsweise unter http://videohive.net.

    Ich habe selber noch nie Lizenzen vergeben, da die von mir generierten Inhalte meistens fertige Animationen sind und keine einzelnen Gestaltungselemente, wie zB Vektoren, Grafiken, Muster, Pinsel, Schriften oder Musiksamples waren. Zudem muss ich zugeben, dass ich bisher auch nicht soweit dachte. Vielleicht oder eher wahrscheinlich habe ich durchaus schon mal was erstellt, was für andere auch sehr praktisch sein könnte und kann mir auch gut vorstellen dies dann mit freien CC Lizenzen herauszugeben.

    Zu tun hatte ich bis jetzt sehr oft mid den Lizenzen von Bildagenturen wie istockphoto.com. Sie verwenden Standardlizenzen, die aber auch variabel sind. Lizenzen für mediale Inhalte müssen auf dieser Plattform aber entgeltlich erworben werden.

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.